
Beeskow liegt am Ostbogen der Spree. Der Ort wurde vermutlich schon in der Bronzezeit am Spreeübergang im Verlauf einer alten Handelsstraße befestigt. 1200 wurde eine slawische Adelsburg von den Rittern von Strele übernommen. Kurz danach erfolgte die Stadtgründung. Als deutsche Siedlung wurde Beeskow 1272 das erste Mal erwähnt und ist seit 1706 preußische Immediatstadt. Nach mehrfachem Besitzwechsel nutzten die brandenburgischen Landesherren die ehemalige Adelsburg im 19. Jahrhundert als Amt. Heute ist sie Kultur- und Bildungszentrum, in dem das Regionalmuseum, das Biologische Heimatmuseum untergebracht ist und Musikfestivals, Konzerte, Theater, Ausstellungen, Tagungen abgehalten werden.
Der sehr gut erhaltenen mittelalterliche Stadtkern macht Beeskow für seine Touristen interessant. Hutzlige, verwunschene Fachwerkhäuser ducken sich in verwinkelten, schmalen Gäßchen. Das älteste Wohnhaus stammt aus dem Jahr 1487. Heute wird es für kulturelle Veranstaltungen hergerichtet. In der Klosterstraße steht ein eigenwillig gebautes Haus, indem einmal Theodor Fontane eine Nacht verbrachte. In diesem Ort lebte auch der Großvater seiner Frau, der Stadtkämmerer Rouanet.
Von den insgesamt 9 Türmen der Stadtmauer stehen heute noch 6: der Mäuse-, Storchen-, Münz-, Darr- und Pulverturm sowie der Luckauer Torturm (der"Dicke"). Am bemerkenswertesten ist die Backsteinkirche Sankt Marien aus dem 14. Jahrhundert. Sie ist die eine der größten gotischen Hallenkirchen der Mark. Auch diese Kirche wurde 1945 zerstört aber der Wiederaufbau begann 1991.
Einen herrlichen Ausblick auf die Spreeniederung und weit ins Land bietet der Bergfried.